In Saint Gilles Croix de Vie

Kirche SAINTE CROIX

Die ursprüngliche Kirche wurde im Jahr 1610 erbaut; am 10. März 1895 gab der Bischof von Luçon dem Drängen der Bevölkerung nach und erlaubte den Bau einer neuen Kirche an Stelle der ehemaligen. Die Arbeiten wurden noch im selben Jahr in Angriff genommen. Zunächst wurde nur das Kirchenschiff errichtet; die Arbeit am Glockenturm konnte im Jahr 1817 mit Hilfe einer Anleihe von 10 000 Francs begonnen werden.

Die Kirche im "romano-byzantinischen" Stil wurde nach Plänen des Architekten Menard aus Nantes erbaut. Die monumentale Kanzel zieht alle Blicke auf sich. Ein Engel über der Treppe sagt uns sein Geburtsjahr: 1896; er wurde von dem hiesigen Bildhauer A.Léon des Ormaux geschaffen. Dessen Porträt und Wappen finden sich im Treppenaufgang über einem Bild des Hafens Croix de Vie. Im Hintergrund sieht man die Kirchtürme von Saint Gilles und Sainte Croix aufragen. Die Kanzel zählt eine Reihe von Personen und symbolischen Figuren.

Kirche SAINT GILLES

Die erste Kirche stammte aus dem 9. Jahrhundert und war sehr wahrscheinlich eine Wehrkirche, die von Mönchen aus Saint Michel en l'Herm errichtet worden war. 1120 erwähnt eine Bulle des Papstes Callixte II. Saint Gilles in einer Liste der Abteien und Prioraten, die von Saint-Gilles-du-Gard abhingen.  Wer war Saint Gilles?  Er stammte aus einer reichen Familie aus Athen und kam nach Gallien, nachdem er sein Hab und Gut unter die Armen verteilt hatte. Von dieser ersten Kirche kann man nur noch den Grundstock des großen Nordpfeilers, der den Kirchturm stützt, erkennen. Sie wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von den Engländern zerstört und einige Zeit später wiederaufgebaut, wahrscheinlich ebenfalls von Engländern, weshalb sie auch "Kirche der Engländer" genannt wird…  Dann kamen die Religionskriege. Die Protestanten zerstörten die Kirche von Grund auf: nur der Glockenturm und ein Seitenschiff  blieben bestehen. Im Jahr 1613 bauten die Katholiken von Saint Gilles ihre Kirche wieder auf. Nach der Revolution fanden wieder Gottesdienste in ihr statt. 1871 wurde sie gründlich restauriert.

 

In Saint Hilaire de Riez

Kirche SAINT HILAIRE

Der ursprüngliche Bau, etwa 1025 errichtet, war dem Heiligen Hilaire, dem Bischof von Poitiers, der die Region im 4. Jahrhundert zum Christentum bekehrte, gewidmet. Aus den Religionskriegen ging die Kirche schwer beschädigt hervor; man entschloss sich damals, den heute noch bestehenden  Glockenturm zu bauen und einige Jahre später wurde die Restaurierung des ganzen Gebäudes angegangen.

Zwischen 1650 und 1676 wurden drei Altaraufsätze im barocken Stil im Chor und den Querschiffen aufgestellt. Im 19. Jahrhundert wurde eine zweite Restaurierung beschlossen, von der nur der Glockenturm und die Retabeln ausgeschlossen waren. Die Kirche Saint Hilaire ist ein schönes Beispiel für die Neugotik mit ihren Spitzbögen, Kreuzgewölben und ihrer Symmétrie. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde ein in Saint Hilaire geborener Maler, Henry Simon, damit beauftragt, sechs Gemälde mit biblischen Themen zu erschaffen.

 

DIE KAPELLE VON SION

Sie wurde um das Jahr 1900 auf Initiative von Henry Renaud de la Faverie erbaut und für alle Gemeindemitglieder zum Gottesdienst freigegeben. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kapelle geschlossen und zu Wohnungen umgebaut. In den Dreissiger Jahren wird sie "Villa Myriam" genannt … 1980 wird die Kapelle von der Stadt erworben; heute ist sie Sitz des Fremdenverkehrsamts. Eine zweite Marienkapelle, " Sainte Marie de l’Océan", wurde 1929 in der Rue de l’Yser errrichtet.

 

In La Chaize Giraud

Die unter Denkmalschutz stehende Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurde Ende des 19. Jahrhunderts fast ganz neu erbaut, jedoch nach den ursprünglichen Bauplänen. Zu dieser Zeit stand nur noch die Fassade mit ihrem Portal im romanischen Stil des Poitou, eine der schönsten ihrer Art. Zwei Bas-Reliefs zeigen die Verkündigung Marias auf der linken und die Anbetung der Heiligen Drei Könige auf der rechten Seite des Portals. Vom Vorplatz über dem Tal des Flüsschens Jaunay schweift der Blick weit in die Landschaft über die Sumpfgebiete bis zum Atlantik.