Sardinenpfad

Um Saint-Gilles-Croix-de-Vie

2.4 km
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  • Die Sardinen aus Saint Gilles Croix de Vie sind für das Hafenstädtchen zu einem Wahrzeichen geworden. Sie wurden als erste wilde Fischart mit dem bekannten Gütesiegel “label rouge” ausgezeichnet. Entdecken Sie die Hafenstadt anhand 14 für die Sardinenfischerei historisch und kulturell interessanter Stätten. Der originelle Rundweg ist jederzeit zu Fuß (auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl) zugänglich.
  • Höhenunterschied
    24.53 m
  • Dokumentation
    Mit GPX / KML-Dateien können Sie die Route Ihrer Wanderung zu Ihrem GPS (oder einem anderen Navigationswerkzeug) exportieren
Orte von Interesse
1 Sardinenpfad
Hier beginnt der Sardinenpfad. Halten Sie immer Ausschau nach unseren kleinen blauen Fischen!
2 Anleger der Fischauktionshalle
Die maritime Berufung von Saint Gilles Croix de Vie ist nicht neu. Sardinen wurden bereits im 17. Jahrhundert in unserer Region, wie auch an der gesamten Atlantikküste gefangen. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts führten die spanischen Mauren eine Fischereitechnik ein, die die lokale Wirtschaft grundlegend veränderte. Unter Verwendung von Fischernetzen war es nun möglich, Sardinen in großen Mengen zu fangen. Dank dieser Technik erfuhr die Sardinenfischerei eine wichtige Entwicklung gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Diese wurde noch dazu durch die Einführung der Konservierungsprozesse, insbesondere der Ölkonserven in 1840, begünstigt. Die Konservenherstellung bildete somit den Auftakt zum Erfolg der Sardinenindustrie. Im Jahre 1888 zählte man in Saint Gilles Croix de Vie 13 Konservenfabriken. Heute gibt es nur noch eine einzige : die Conserverie Gendreau.
Der Hafen von Saint Gilles Croix de Vie zählt zu den wichtigsten Sardinenhäfen Frankreichs. Seit 1990 ist die Sardineninnung “Confrérie de la Sardine” zum Botschafter des kleinen silbernen Fisches geworden.

Heutige Technik der Sardinenfischerei :
Vom Frühjahr bis zum Herbst steuern jeweils zwei Trawler die Sardinenschwärme vor der Küste an und fangen die Fische auf pelagische Art, indem Sie ein Treibnetz zwischen ihren Booten ausspannen.

Pelagische Trawlerpaare (für den Fischfang in mittlerer Wassertiefe) :
Roumasse und Natif II – Prométhée und Jérémi Simon – Harissa und Galérien – Bozo und P’tit Lou.

Von Montag bis Freitag am Anleger vor der Fischauktionshalle :
Verkauf frischer Sardinen vom Boot (Bozo). Die Ankunftszeiten sind je nach Fang unterschiedlich.

Sie befinden sich auf dem Hafengelände der Semvie und Fischauktionshalle mit Videoüberwachung.
3 Fischkai
Der Fischereihafen von Saint Gilles Croix de Vie hat sich auf den Fang von bläulich schimmernden Fischarten spezialisiert (Sardinen, Makrelen, Sardellen, Stöcker…). Er besteht heute aus einer Flotte von rund vierzig Fischerbooten und an die hundert Berufsfischer. Im Jahre 1998 wurde er als einziger Hafen Frankreichs als “Site Remarquable du Goût” ausgezeichnet. Entscheidungsträger für diese Auszeichnung sind die Ministerien für Landwirtschaft und Fischfang, Tourismus, Kultur, Ökologie und nachhaltige Entwicklung. Belohnt wurde der Hafen aufgrund seiner tief verwurzelten Tradition der Sardinenfischerei.
Die Boote sind vielseitig einsetzbar, denn sie können unterschiedliche Fangmethoden anwenden : pelagischer Fischfang, Fang mit Schleppnetzen, Reusen, Leinen oder auch herkömmlichen Netzen. In 2017 wurden im Hafen von Saint Gilles Croix de Vie 4 168 Tonnen Fisch entladen, darunter 2 900 Tonnen Sardinen.
Die Ankunft der Fischerboote im Hafen ist von Fang und Gezeiten abhängig. Vielleicht werden Sie Glück haben und eine Entladung miterleben können.
4 Der Jachthafen (zwischen Steg 5 und 6)
Sie befinden sich vor der Hafenbehörde des Jachthafens Port La Vie. Mit seinen 1000 Dauerliege- und 160 Gastliegeplätzen besitzt der Hafen von Saint Gilles Croix de Vie den Vorteil, dass er gezeitenunabhängig erreichbar ist. Seine geografische Lage gegenüber der Insel Yeu hat ihn schon vor vielen Jahren zu einem der wichtigsten Häfen an der französischen Atlantikküste werden lassen.
5 Segeltradition : die “Hope”
Die “Hope” ist der Star unter den alten Holzsegelbooten in Port la Vie. Gebaut wurde sie in 1943. Bis Ende der 1960er Jahre diente das ehemalige Reusenfischerboot mit seinen roten Segeln zum Fang von Garnelen, Langusten, Hummern…, bevor es seine Rolle als Fischerboot aufgeben musste.
Seit 1997 ist die Hope im Inventar des maritimen und industriellen Erbguts der Vendée verzeichnet. Eigentümer ist die Stadt Saint Gilles Croix de Vie. Diese hat die Verwaltung des Boots dem Verein Suroît anvertraut.
Die Anwesenheit der “Hope” im Hafen ist aufgrund von Navigationen und Wartungsarbeiten nicht immer gewährleistet.
6 Von Säule zu Säule
Die Säule Nr. 6 berichtet über die Vergangenheit der Konservenfabriken. Am Quai des Greniers hebt sich die ehemalige Dosenfabrik (Säule Nr. 5) mit ihrer industriellen Architektur von den umliegenden Gebäuden ab. Sie ist heute die Veranstaltungshalle der Stadt.
7 Kiosk B. Bénéteau
Genießen Sie das Panorama über den Quai du Port Fidèle.
8 Die Rue de la Garance und ihre Mauern aus Ballaststeinen
Die Mauern aus den unterschiedlichsten Steinen sind ein geologisches Indiz für die früheren Handelswege. Im 16. Jahrhundert bestand die Haupttätigkeit des Hafens aus dem Seehandel innerhalb Europas.
Seit der Antike führte der Seeverkehr zwischen Portugal und den nordischen Ländern entlang der Atlantikküste und machte aus den Häfen von Croix de Vie und Saint Gilles sur Vie einen Umschlagplatz für vielerlei Waren. Man verschiffte Wein, Korn, Salz und Holz und entlud dafür Eisen und Zinn, Leder, Wolle und Stoffe. Damit die Schiffe genügend Ladegewicht hatten, mussten sie 10% ihrer Gesamtmasse in Form von Ballaststeinen oder Waren laden. Die Steine der Mauern stammen aus verschiedenen Ländern, wo sie vorab als Ballast für die Schiffe verkauft worden waren.
9 La Maison du Pêcheur (Fischerhaus-Museum)
Hier entdecken Sie die Geschichte der Fischerei in Saint Gilles Croix de Vie. Das Fischerhaus mit seinen Originalmöbeln, alten Kleidungsstücken und Alltagsutensilien lässt Sie einen Schritt zurück in die 1920er Jahre machen…
Vom 1. April bis 30. September, von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Sonntags, montags und dienstags geschlossen. Eintritt : Erwachsene 3€, Kinder 1,50€. Tel. : +33 6 45 57 54 80.
10 Quartier de la petite Île oder auch Quartier du Maroc, rue Emile Zola
Die Gründung des Viertels “Quartier de la petite Île”, oder auch “Quartier du Maroc” genannt, führt uns zurück ins 16. Jahrhundert, als die Nachfahren der spanischen Mauren – man nannte sie ebenfalls Marokkaner – aufgrund religiöser Konflikte aus ihrem Land flohen. Die Einwanderer brachten den einheimischen Fischern mit der Netzfischerei eine neue Fangtechnik bei. Diese beeinflusste anschließend sehr stark die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
11 Die Kirche Sainte Croix, Place Guy Kergoustin
Die im romanisch-byzantinischem Stil erbaute Kirche Sainte Croix aus dem 19. Jahrhundert verbirgt eine sehr maritime Dekoration.
Der Maler, Keramist und für die Region unverzichtbare Dekorateur Henry Simon hat eins der Kirchenfenster - “die Jungfrau mit dem Netz” -, sowie eine Freske über die Geschichte des kleinen Louis geschaffen. Die monumentale Kanzel zieht die Blicke auf sich. Sie wurde von dem Bildhauer und Autodidakten Arthur Léon des Ormeaux geschaffen.
Auf dem Place Kergoustin können Sie mittwochs und samstags beim Wochenmarkt frische Sardinen erstehen.
12 Quai de la République : Boutique La Perle des Dieux
Seit vier Generationen verfolgt die Gruppe Gendreau eine alte, handwerkliche Tätigkeit. La Perle des Dieux ist die Marke, unter der die Spitzenprodukte der Gruppe verkauft werden. Die Geschäftskette versteht es, dieses hervorragende Knowhow auch visuell hervorzuheben. Angeboten wird nur das Beste aus dem Meer.
13 Die Baie de l’Adon
Saint Gilles Croix de Vie verdankt Marie de Beaucaire, Baronin von Riez, seine Berufung zum maritimen Hafen. Diese veranlasste die ersten Hafenarbeiten und kurbelte damit die Wirtschaft der Stadt an.
• Zwischen 1601 und 1610 : Marie de Beaucaire lässt den Quai Neuf de Madame in der Baie de l’Adon bauen (Vorhafen von Saint Gilles sur Vie).
• In den 1950er Jahren : Bau der verschiedenen Hafenbecken
• In 1995 : Bau einer Fischauktionshalle nach europäischen Normen
Der Steinturm Tour Joséphine wurde 1850 in Gedenken an die französische Kaiserin Joséphine de Beauharnais errichtet.
14 Hafenbecken für die kleinen Küstenfischerboote
• Rund 40 Boote für etwa 100 Berufsfischer
• Vorwiegend gefangene Arten :
- mit Leine : Wittling, Meeraal, Pollack, Wolfsbar
- mit Reusen : Taschenkrebse, Seespinnen, Hummer, Garnelen
- mit Netz : Glasaale
• Fangmethoden : Die Flotte besteht aus vielseitig einsetzbaren Booten und ermöglicht Fangmethoden wie Reusenfischerei, Langleinenfischerei, Netz- und Schleppnetzfischerei…
25 Meter Höhenunterschied
  • Höhe des Startpunkts : 4 m
  • Höhe des Ankunftsorts : 3 m
  • Maximale Höhe : 7 m
  • Totaler positiver Höhenmeter : 25 m
  • Totaler negativer Höhenmeter : -26 m
  • Maximaler positiver Höhenmeter : 3 m
  • Maximaler negativer Höhenmeter : -4 m
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1 kommentar
Ausgezeichnet
  • Circuit très intéressant et accessible à tous

    Les petites sardines au sol, en plain cœur de ville nous guident vers 14 points d'intérêt. Le parcours est facile, même avec de jeunes enfants. Entre aspects culturel, historique, culinaire ou point de vue, ces 2 km de balade passent très vite. C'est un réel plaisir de découvrir ou redécouvrir cette jolie cité balnéaire.